Heute herrschte betrieblicher Katastrophenalarm: Nicht nur, weil zwei Helferinnen erkrankt sind, sondern weil es obendrein auch noch unsere Putzfee erwischt hat! Jede hat etwas anderes, aber
das Ergebnis ist dasselbe: Arbeitsunfähig. Gut, dass von drei Ärzten einer im Urlaub ist, wenigstens der kommt nicht aus dem Sprechzimmer und sagt: "Können Sie mal eben...".
Ich weiß gar nicht, wie Ärzte das machen, die wenig Personal haben! Manche habe eine liebe (und nicht anderweits berufstätige) Gattin, die mal einspringt. Aber die anderen, die mit eine roder zwei
Helferinnen arbeiten? Machen die in einem solchen Fall den Laden einfach zu?
Wir hatten immerhin noch drei gesunde Helferinnen, denen zwei Ärztinnen reichlich Arbeit beschert haben (EKG, Lungenfunktion, Blut abnehmen, Belastungs- EKG etc. etc.). Meine Spritzen habe ich
heute selber aufgezogen, auch die Akupunkturnadeln persönlich gezogen, aber immer noch hatte ich das Gefühl, unsere Helferinnen hätten besser Rollschuhe an den Füßen und sechs Arme gehabt. Klasse
Leistung, Mädels!
Am meisten Bauchschmerzen machte mir die kranke Raumpflegerin... Hätten wir Chefinnen selber putzen oder die schwer geschafften Helferinnen einspannen sollen? Schließlich kam die erlösende Idee,
und ich rief bei einer Frau an, die früher bei uns geputzt hat. Ich war ganz schön erleichtert, als sie zusagte! Sie wird in den nächsten Tagen dafür sorgen, dass morgens alles wieder glänzt. So
lange, bis ihre Kollegin wieder fit ist. Was für ein Glück!
von Dr. Frauke Höllering
3
Trackback erstellen
empfehlen
Voir tous les articles