Samstag, 16. februar 2008
Es war ein toller Urlaub in Sölden: Sonne und Pulverschnee satt, eine ganze Woche lang.

Die Pisten waren voll. Skiläufer und Snowboarder aus aller Herren Länder bretterten hinunter, manche weit schneller, als sie es kontrollieren konnten, manche offensichtlich mit reichlich Alkohol im Blut. Jeden Tag sah man den Hubschrauber und andere Retter im Einsatz. Die übelsten Unfälle entstanden durch Kollisionen. Was soll man auch machen, wenn man von einem Raser einfach umgerissen wird?

Der Chef einer örtlichen Skischule begann seine Pistenführung mit einem eindringlichen Appell: "Kauft euch einen Helm!". Er berichtete, dass es  in Tirol in jedem Jahr zu schweren, teils tödlichen Unfällen käme, die mit einem guten Kopfschutz deutlich glimpflicher abgehen würden. "Arme und Beine können heilen, aber ihr habt nur einen Kopf!", schloss er seine kleine Rede.

Wir wurden alle nachdenklich; auch ich hatte vor Urlaubsbeginn über einen Helm nachgedacht. Allerdings hatte ich die alberne Sorge, damit  idiotisch auszusehen: Eine Frau um die 50, die sich wie eine Rennmaus kleidet!  Dabei  sollte man über solchen Eitelkeiten stehen... Später fiel mir auf, dass wahrhaftig nicht nur die jungen Wilden mit Helm auf die Piste gingen. 

Dann flog ich  eines Tages aus meinen Skiern:  Sie waren an  einem Stein hängengeblieben, die Bindung hatte ausgelöst, und ich flog mit einem hübschen Überschlag auf die harte Piste. Erst traf es meine Rippen, dann stieß ich mir die Schläfe.  Wäre die Reihenfolge umgekehrt gewesen, hätte meine dicke Mütze als Schutz nicht ausgereicht! Dann wäre ich im Krankenhaus gelandet. So schmerzen mir nur noch die Rippen, aber das ist "verschmerzbar".

In den nächsten Skiurlaub werde ich mit Helm starten. Vielleicht finde ich einen, der sogar gut aussieht!


 
von Dr. Frauke Höllering Community: Gesundheit
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Kommentare

Genau den gleichen Rat, nämlich nur noch mit Helm zu fahren, haben auch wir dieses Jahr von Einheimischen auf der Skipiste Hahnenkamm bei Höfen/Reutte in Österreich bekommen. Der Kunstschnee sei bei Stürzen einfach zu hart und die unkontrollierten Fahrer nähmen zu.

Nach 30 Jahren Wollmütze habe auch ich ein psychisches Problem mit der Umstellung. Das ist zwas dumm von mir, aber dennoch wahr, leider.
Kommentarnr.: 1 Gepostet von: Winfried Schley (Website) am: 16.02.2008 21:38:40
Dabei sollten wir aus dem Alter doch heraus sein ;-)  Schade, dass die Vernunft es manchmal so schwer hat, sich durchzusetzen . Dabei erlebe ich in jedem Skiurlaub irgendwelche Irren, die haarscharf an mir vorbeirasen, von den Alkoholisierten ganz abgesehen.


Antwort von: Dr. Frauke Höllering (Website) am: 17.02.2008 15:13:44
Guten Morgen,

auch wir sind seit 2 Jahren Helmträger, die Kids sogar schon länger. (Das kann kann man auf den Fotos vom Hütten-Urlaub auch sehen. Die Skifahrerin ohne Helm ist eine Bekannte, die aber auf der Piste grundsätzlich auch Helm trägt. Wenn man hochläuft, überlegt man sich das mit dem Helm eben doch...) Der Helm kommt auch bei den meisten Touren mit, beim Aufstieg hängt er halt am Rucksack, auf dem Kopf wird's einfach viel zu heiß!
Und - es gibt wirklich welche, die gut aussehen, sogar im "Mädels-Design", weit wichtiger ist aber, dass das Ding wirklich gut passt! Die Frisur ist nach einem Helm-Tag allerdings im Eimer... ;-)

Viel Spaß beim anprobieren
nicole
Kommentarnr.: 2 Gepostet von: équilibriste (Website) am: 17.02.2008 07:59:08
Meine Frisur ist nur in seltenen Fällen schützenswert ;-) Schön, dass es auch ansehnliche Helme gibt. Mir wurde gesagt, man solle beim Kauf nicht sparen, u. a. weil die Lüftung bei den guten Helmen eindeutig besser ist. Auch solle man darauf achten, dass man die Ohrenschützer abnehmen kann.

Sie steigen selber auf?? Respekt!
Antwort von: Dr. Frauke Höllering (Website) am: 17.02.2008 15:15:38
... aber nur, weil ich nicht so gerne runterfahre, da kommt man dann nicht so oft zu... ;-) Beim Biken fahr ich auch lieber hoch und würde mir den anschließenden Downhill gern sparen!
Kommentarnr.: 3 Gepostet von: équilibriste (Website) am: 18.02.2008 06:31:13

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  • : Dr. Frauke Höllering
  • medizin
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  • : 9.11.1958
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  • : Ich habe eine Gemeinschaftspraxis in einer sauerländischen Kleinstadt, in der ich wirklich gerne arbeite. Das aber nur in der Hälfte meiner Zeit. In der anderen Hälfte schreibe ich (z. B. in der "Neuen Welt" oder bei Focus online).

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