Sonntag, 23. dezember 2007
Das bleibt gerade über Weihnachten in den Familien oft ein frommer Wunsch, hat auch Focus onlline Gesundheit konstatiert:
"Familiärer Zoff unterm Weihnachtsbaum kann im Kino sehr witzig sein, im wirklichen Leben hat jeder Dritte Angst vor einem großen Familienstreit an Heiligabend. Das hat eine Umfrage des
Gesundheitsportals Qualimedic ergeben. Die Befürchtung, dass aus der stillen plötzlich eine sehr laute Nacht wird, ist auch nicht unbegründet. Die Stellen für Familienberatung registrieren nach den
Feiertagen einen Ansturm von Scheidungswilligen oder psychisch angeschlagenen Familienmitgliedern.
Warum gerade zu Weihnachten die großen emotionalen Explosionen stattfinden, liegt an einer Mischung aus überhöhten Erwartungen und strapazierten Nerven. Wenn dann das aufwendige Weihnachtsmenü
nicht schmeckt, das teure Geschenk nicht gefällt oder die lieben Kleinen sich brüllend um die Päckchen streiten, platzt zuerst das Bild von der harmonischen Familienidylle und dann so mancher
Kragen. Für sensible Gemüter artet das Fest der Liebe und des Friedens so zum Gesundheitsrisiko aus, das die Stresshormone und den Blutdruck nach oben schießen lässt."
Mein Tipp kommt vielleicht ein bisschen spät für dieses Jahr: Wer weniger üppig dekoriert, weniger teuer schenkt, weniger irrwitzig aufwändige Menüs plant, hat später nicht so überhöhte
Ansprüche! Außerdem noch die Gelassenheit, eventuelle Pannen locker zu nehmen.
Bitte denken Sie daran, dass das Weihnachtsfest keine "perfekte Show" sein soll, sondern ein gemütliches Zusammensein der Familie, bei dem man sich gegenseitig Freude machen will. Perfektion
erreichen wir alle nicht!
Übrigens sind die Feiertage auch ein extrem schlechter Zeitpunkt, seinen Partner erziehen zu wollen... Das geht auch zu anderen Zeiten nicht, aber über Weihnachten sind die
Versuche besonders kontraproduktiv.
von Dr. Frauke Höllering
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